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Ein Tagebuch schreiben: Ist das noch zeitgemäß?

In Zeiten ohne Computer wurde mit der Hand geschrieben. Und zwar alles, jede Notiz und jeder Gedanke. Beliebt bei Kindern war das Poesiealbum, hier schrieben Freunde, Lehrer und Familienmitglieder Lebensweisheiten hinein. Liebevoll verziert mit selbstgemalten Blüten oder den beliebten Lackbildern. Noch heute finden sich in gut gepflegten Erinnerungsboxen diese Poesiealben. Und sie haben alle eines gemeinsam: Jeder Vers wurde handschriftlich verfasst, mit lieben Gedanken an den Besitzer. So mancher Streit wurde durch Verse wie "Wenn zwei kleine Regentropfen leise an dein Fenster klopfen, so denke still bei dir, dies ist ein Gruß von mir.“ vergessen und man selbst wieder milde gestimmt. Wer auf sein Poesiealbum zurückblickt, wird die Freunde der Kindheit immer in Erinnerung bewahren. Auf diesen Seiten ist niemand vergessen.

Das Tagebuch als stiller Lebensbegleiter

Vom Teenager bis zum Erwachsenen war das Tagebuch - ja wir können fast sagen ein Lebensbegleiter. Als junge Heranwachsende begannen sie, ihre Gedanken niederzuschreiben, ein typisches Verhalten, wenn sich plötzlich die Welt ändert und die Welt ein wenig durcheinander geschüttelt wird. Dann übernahm das Aufschreiben die Funktion des Aufräumens im Kopf. Hier im geheimen Tagebuch wurden all die Sehnsüchte und Liebeleien festgehalten. Was niemand wissen sollte, fand auf diesen Seiten Platz.

Auch Streitereien zwischen Freunden wurden im Tagebuch verewigt. Wer nach einigen Monaten die Zeilen wieder las, fragte sich zuweilen, ob dieser Streit wirklich notwendig war. Eine natürliche Art der Reflexion, von der junge Heranwachsende profitierten. Denn das eigene Verhalten stand dort auf dem Prüfstand. In schöner Handschrift geschrieben, konnte man erkennen, dass man damals falsch lag oder, dass die Eltern Recht hatten mit ihren Einwänden. Nicht selten folgte dem nachträglichen Verständnis eine Entschuldigung oder ein klärendes Gespräch.

Ein Tagebuch von Hand zu schreiben ist auch heute modern. Edle Schreibgeräte unterstützen diese wertvolle Methode der Reflexion.



Doch gegenüber dem Computer hat das von Hand geschriebene noch einen weiteren Vorteil. Denn Gedanken werden von Anfang bis zum Ende gedacht, bevor sie niedergeschrieben werden. Kein heilloses Durcheinander von Worten und Gedankenfetzen, beim langsamen Schreiben mit der Hand entsteht auch das Bedürfnis, klare Sätze zu formulieren. Die Sprache in all ihrer Schönheit zu nutzen, ist ein Geschenk des Lebens. Wer seine Gedanken klar formulieren kann, wird letztendlich auch im Gespräch besser verstanden.

Vielen Menschen fehlen in der Gegenwart Gesprächspartner. Die schnelllebige Zeit fordert ihren Tribut. Manchmal ist es jedoch gut, das eigene Leben etwas zu entschleunigen, um wieder bei sich anzukommen. So manch seelische Not lässt sich zuweilen mit dem Tagebuch wieder beseitigen. Und wer heute nach sinnvollen Geschenken für die Lieben sucht, wird mit einem hübschen Tagebuch und einem klassischen Füllfederhalter vielleicht etwas Verwunderung auslösen, doch der nachhaltige Effekt ist umso größer. Denn auch Tagebücher sind Zeitzeugen des Lebens.

Niemand muss auf ein solches Geschenk warten. Gerade in den persönlichsten Momenten kann man sich selbst beschenken. Für ein Stück Vertrautheit. Seiten, die darauf warten, beschrieben zu werden. Ein Tagebuch erzählt die Phasen eines Lebens, öffnet die Gedankenwelt des Schreibers. So manches Geheimnis wird beim Lesen des Tagebuchs nach Jahrzehnten gelüftet. Und dann soll es vielleicht so sein. Wie eine magische Familiengeschichte, deren Räume sich beim Lesen wieder öffnen.

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