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Internationaler Tag des Füllfederhalters

Der sogenannte "Fountain Pen Day" oder der Internationale Tag des Füllfederhalters findet seit 2012 statt und geht auf eine Initiative der US-amerikanischen Website fountainpenday.org zurück. Hierbei steht jeweils der erste Freitag im November ganz im Zeichen dieses Schreibgeräts und soll dazu beitragen, dass der Füllfederhalter wieder öfter im Alltag genutzt und auch dem Schreiben mit der Hand mehr Bedeutung zugemessen wird. Letztere gerät nämlich durch die zunehmende Digitalisierung immer mehr ins Hintertreffen. Um das Schreibgerät am "Fountain Pen Day" also besonders in Ehren zu halten, schlagen die Initiatoren auf ihrer Website Folgendes vor:

  • eine Postkarte oder einen Brief mit einem Füllfederhalter zu schreiben
  • einen auf Papier geschriebenen Post mit Füllfederhalter auf einem Social-Media-Kanal hochladen
  • jemanden mit einer handgeschriebenen Notiz und/oder schönem Briefpapier überraschen
  • an diesem ganz besonderen Tag ausnahmsweise mal ausschließlich mit Hand schreiben

Mag der Internationale Tag des Füllfederhalters also zunächst als etwas kurioser Feiertag anmuten, hat er also durchaus einen ernsten Hintergrund und soll in dem folgenden Artikel näher beleuchtet werden.

Die Geschichte und der Werdegang des Füllfederhalters

Unser heutiger Füllfederhalter geht aus dem Gänsekiel hervor. Ab dem 4. bis etwa Anfang des 19. Jahrhunderts war es üblich mit Federn zu schreiben. Aus ihnen kleckste die Tinte heraus. Einen mag das besonders geärgert haben, nämlich den Amerikaner Lewis Edson Waterman, der wegen eines unschönen Tintenkleckses einen wichtigen Vertrag nicht bekam. Glück im Unglück würde man heute sagen, denn ansonsten hätte Waterman den Füller unter Umständen erst gar nicht erfunden. Doch wer war dieser Waterman eigentlich?

Lewis Edson Waterman war ein amerikanischer Versicherungsvertreter. Ob die Geschichte mit dem Tintenklecks tatsächlich stimmt und ihm deswegen ein großes Geschäft durch die Lappen ging, lässt sich nicht mehr zweifelsfrei belegen. Jedenfalls klingt diese Geschichte plausibel, um Watermans Erfindung des Füllfederhalters zu erklären, die zukünftig diese Tintenflecke vermeiden sollte. Hierzu bohrte Waterman zwischen dem Tintentank und der Schreibfeder hauchdünne Kanäle, welche durch das Griffstück verliefen. Durch dieses konnte somit sozusagen die Tinte gleichmäßig fließen, ohne unschöne Flecken auf dem Papier zu hinterlassen. Diese Methode wird als sogenanntes Kapillarprinzip beschrieben, worauf Waterman 1884 das Patent anmeldete. Sie sorgt bis heute dafür, dass die Tinte im Inneren eines jeden Füllfederhalters mittels hauchfeiner Kanäle auf das Papier fließt.

Etwa vier Jahre nach Erteilung des Patents erbaute Waterman im kanadischen Montreal eine Fabrik für Füllfederhalter. Als Waterman 1901 stirbt, übernimmt sein Neffe das Geschäft und macht den Füllfederhalter selbst in Europa bekannt. Jährlich wurden etwa bis zu 350.000 Schreibgeräte im Jahr verkauft. Im Verlauf der Jahre wurde schließlich durch die Erfindung der Tintenpatrone auch das Tintenfass verdrängt. Seitdem muss der Füllfederhalter nicht mehr abgesetzt werden und ermöglicht ein flüssiges Schreiben.

Die Vielfalt des modernen Füllfederhalters

Der Füllfederhalter von Waterman bekam bereits damals schnell Konkurrenz. Füller von den immer noch namhaften Marken "Parker" oder "Soennecken" sind hier zu nennen. Zusammen sollten sie die Welt des Schreibens grundlegend revolutionieren. Nicht nur, dass sie für Schüler, Studenten und den einfachen Arbeiter dank Massenanfertigung zum alltäglichen Werkzeug geworden sind, einige Sammler wähnen sich sogar im Besitz wertvoller Einzelstücke. Auch heute noch gibt es Liebhaber, die den Füllfederhalter gut und gerne als Investition verstanden sehen.

Dabei ist Füllfederhalter nicht gleich Füllfederhalter. Es gibt sie mit verschiedenen Federn, da jeder Mensch das Schreibgerät in einem anderen Winkel auf das Papier setzt. Die jeweilige Feder soll sich dabei der Handschrift seines Schreibers optimal anpassen. Insbesondere für Schreibanfänger, die den Bleistift zum ersten Mal gegen den Füllfederhalter tauschen, wird hierbei ein spezieller Schreiblernfüller genutzt. Pädagogen wissen um die besondere Bedeutung des Füllfederhalters. Denn Kinder, die gerne und oft mit diesem Schreibgerät schreiben, erlernen eine ganz besondere Schreibkompetenz, welche positive Auswirkungen auf die Feinmotorik der Hände sowie das Gedächtnis hat.

Obwohl der Füllfederhalter heutzutage mit Kugelschreibern konkurriert, ist er doch immer noch in Mode. Denn mit keinem anderen Schreibgerät lässt sich wohl so eine individuelle Handschrift ausprägen wie mit dem Füllfederhalter. Wer sich heute für einen Füller entscheidet, kann zwischen einer Metall- oder einer Goldfeder auswählen. Diese wird durch die Federstärke individuell an die eigene Handschrift angepasst und sind unterteilt in die Stärken B (breit), M (mittel) sowie F (fein). Daneben gibt es den klassischen Patronenfüller für einfache Tintenpatronen, den Kolbenfüller und den Kolbenkonverter, welche eigenständig mit Tinte aus dem Tintenglas befüllt werden können. Die gängigsten Marken für hochwertige Füllfederhalter in verschiedenen Designs und Größen reichen dabei von Caran d‘Ache, bis hin zu Montblanc, Graf, LAMY sowie Faber-Castell. Aber auch Visconti ist eine neuere Marke für Füllfederhalter, die höchsten Schreibkomfort verspricht.

Visconti: die neue Marke für hochwertige Füllfederhalter

Die italienische Marke Visconti führt neben Füllfederhaltern auch Uhren und Lederwaren in ihrem Sortiment. Einige der hochwertigen Schreibgeräte haben ihr Design hochkarätigen Künstlern zu verdanken. Hierzu zählt zum Beispiel der Füllfederhalter Rembrandt Black, welcher durch sein interessantes Farbenspiel besticht. In einem speziellen Verfahren wurde der Stiftkorpus des Füllfederhalters mit Harze behandelt. Dadurch imitiert das Schreibgerät äußerlich die Struktur eines Pinselstrichs. Der Füller Rembrandt Black ist durch seine vielfältige Auswahl an verschiedenen Größen und Formen für den täglichen Gebrauch geeignet.